Zurück zur Übersicht
Beauty

„Clean Beauty“

3. July 2021
Immer mehr Menschen legen Wert auf nachhaltige, vegane Kosmetik ohne Parabene und das ist auch gut so. Doch wie „grün“ ist der Begriff „Clean Beauty“ wirklich?

Trendbegriff „Clean Beauty“

Zunächst lässt sich sagen, dass der Begriff keinen Auflagen unterliegt und zur freien Verwendung nutzbar ist. Dadurch wird direkt klar: Produkte die als „clean“ gekennzeichnet sind, müssen weder vegan sein, noch den Ansprüchen einer zertifizierten Naturkosmetik oder gar einer Kosmetik in Bio-Qualität entsprechen. Der Ausdruck „Clean Beauty“ dient häufig für reine Marketingzwecke.

©bridlx

Auf was muss ich mich einstellen, wenn ich „Clean Beauty“- Produkte kaufe?

Oftmals werden in Produkten, welche als „Clean Beauty“ gekennzeichnet sind, lediglich weniger umweltschädliche Inhaltsstoffe verwendet. Es werden also meistens keine rein natürlichen Komponenten verwendet.Außerdem kann man nicht davon ausgehen, dass das Erzeugnis automatisch vegan ist. Auch „Clean Beauty“- Produkte können Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs beinhalten.  Tierversuchsfrei ist jede Kosmetik, die nach 2009 in der EU hergestellt wurde, da Tierversuche seither in der EU verboten wurden. Mit der Aufschrift „tierversuchsfrei“ zu werben, ist den Herstellern untersagt, um Wettbewerbsvorteile zu verhindern. (2018, Europäisches Parlament). Das sogenannte „Greenwashing“ kann bei der Auswahl nachhaltiger Produkte ebenso irreführend sein. Einige Unternehmen „versuchen nachhaltig zu wirken, indem sie sich durch Geldspenden für ökologische Projekte oder PR-Maßnahmen als besonders umweltfreundlich darstellen.“ 

©bridlx

Auf was sollte ich achten, wenn ich wirklich nachhaltige Kosmetik kaufen möchte?

Achte auf Siegel! Diese gibt es für tierversuchsfreie und vegane Kosmetik, Naturkosmetik und Biokosmetik, faire Kosmetik sowie Kosmetik für Allergiker. Beispiele hierfür sind z. B. das Logo des Deutschen Tierschutzbundes (Kaninchen mit schützender Hand), das Vegan-Label der Vegan Society, das BDIH-Siegel, oder für Allergiker, das Siegel des Deutschen Allergie- und Asthmabund. Mehr zu den Siegeln findest du unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/was-bedeuten-die-kosmetiksiegel-26387. Für einen Überblick im Siegel-Dschungel, kannst du die App „NABU Siegel-Check“ nutzen. Beschäftige dich mit den Inhaltsstoffen! Dazu gehört z. B. Aluminium. Eine Auflistung aller bedenklichen Inhaltsstoffe findest du unter: https://www.nokomis.at/Inhaltsstoffe/Schadstoffe/schadstoff_tabelle.htm Um giftige Inhaltsstoffe zu identifizieren, kannst du ebenso die App „Nestbau“ nutzen. Diese zeigt dir exakt an, in welchen Produkten Schadstoffe enthalten sind. Ein einfacher Helfer im Alltag sind also bestimme Apps, mit denen du den Barcode des Produktes einscannst und so herausfindest, wie viele Schadstoffe ein bestimmtes Produkt enthält. Hier listen wir dir nochmal die besten Apps für Kosmetik-Produkte auf:

1. CodeCheck

2. NABU Siegel-Check

3. Nestbau

4. ToxFox

5. Scan4Chem

Ähnliche Artikel